Pressemitteilung
(Dachsenhausen), 1. April 2026 – Das Rhein-Taunus-Krematorium startet zum heutigen 1. April ein zeitlich befristetes Pilotprojekt, das die Kommunikation mit Behörden in besonders zeitkritischen Vorgängen verlässlicher und nachvollziehbarer machen soll. Hintergrund sind Erfahrungen der vergangenen Jahre, in denen Rückfragen, Medienbrüche und uneinheitliche Bearbeitungswege immer wieder zu Verzögerungen geführt haben.
Brieftauben bieten maximale Sichtbarkeit
„Es geht nicht um Schuld, sondern um Realität“, sagt Seniorchef Karl-Heinz Könsgen. „Wer viel mit formalen Verfahren, Fristen und Nachweisen zu tun hat, kennt das: Eine E-Mail kann untergehen, ein Anhang wird nicht gefunden, ein Hinweis landet im falschen Postfach. Am Ende kostet das Zeit, und Zeit ist in unserem Bereich keine abstrakte Größe.“
Kern des Pilotprojekts ist der Aufbau einer ergänzenden Zustelllogistik nach dem Prinzip der maximalen Sichtbarkeit. Das Rhein-Taunus-Krematorium schreibt hierfür erstmals die Position „Leiter Brieftauben (m/w/d)“ aus. Aufgabe der neuen Rolle ist die organisatorische Betreuung einer „Fenstersims-Zustellung“ für besonders dringliche Schriftstücke, mit dem Ziel, dass Informationen nicht nur versendet, sondern auch tatsächlich wahrgenommen werden.
Die Vorteile lägen, so das Krematorium, in der simplen Mechanik: Eine Nachricht auf dem Fenstersims lässt sich schwerer übersehen als eine Nachricht im digitalen Eingang. Zugestellt wird im Rahmen des Pilotprojekts werktags zu fest definierten Zeiten. Für Rückfragen ist ein Zweitflug vorgesehen. Auf Wunsch kann eine Zustellung zusätzlich dokumentiert werden, etwa durch eine kurze Fotobestätigung am Zielort.
Robuste Kommunikationswege
„Wir haben großen Respekt vor der Arbeit der Behörden“, betont Könsgen. „Und gerade deshalb wünschen wir uns Kommunikationswege, die so robust sind, dass sie auch dann funktionieren, wenn es überall gleichzeitig brennt. Die Brieftaube ist dabei weniger Nostalgie als ein Symbol: sichtbar, eindeutig, angekommen oder eben nicht angekommen. Diese Klarheit fehlt dem Alltag manchmal.“
Das Rhein-Taunus-Krematorium lädt Interessierte ein, sich an der Diskussion zu beteiligen, wie Kommunikation in sensiblen Bereichen schneller, verlässlicher und menschlicher gestaltet werden kann.