Als familiengeführtes Unternehmen tragen wir freiwillig zur nachhaltigen Entwicklung bei. Zum einen, indem wir den Gedanken der Nachhaltigkeit in unsere Entscheidungsprozesse integrieren und zum anderen, indem wir unsere Tätigkeiten regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Wenn möglich richten wir unsere Aktivitäten sparsamer, wirksamer und umweltschonender aus.

Wirtschaftlich stabile Zukunft

Nachhaltigkeit bedeutet für uns mehr, als nur ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Hier zählt für uns auch die langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit unseres Unternehmens hinzu. Nur wenn wir weiterhin ein starker, kompetenter und vor allem verlässlicher Partner der Bestattungsunternehmen sind, kann der Erfolg des Unternehmens langfristig gesichert werden.

Wir möchten also mit Nachhaltigkeit profitabel weiterwachsen. Dies tun wir als Betreiber des Rhein-Taunus-Krematoriums, als Anbieter von Dienstleistungen für Bestatter und Hinterbliebene, als Plattformbetreiber im Internet, als Arbeitgeber und – mit unserem Zentrum für Trauer und Abschiednahme in Braubach / Dachsenhausen – als fest in der Region verankertes Unternehmen.

v.l.n.r.: Karl-Heinz Könsgen, Roswitha Könsgen, Judith Könsgen, Tobias Klein

Fünf Aspekte haben eine ganz besondere Bedeutung für uns:

  1. Die Qualität unserer Dienstleistungen und Serviceangebote für Bestatter.
  2. Die fachgerechte Einäscherung von Verstorbenen und der professionelle Betrieb unserer Einäscherungsanlagen.
  3. Der Dialog und die Angebote über unsere Tochtergesellschaft Deutsche Friedhofsgesellschaft.
  4. Unsere ökologischen Maßnahmen, die über das nachhaltige Betreiben der Einäscherungsanlagen hinaus geht.
  5. Unsere soziale Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit, den Verstorbenen, den Bestattern, den Angehörigen, den Mitarbeitern, den Nachbarn und den Dienstleistern.

Arbeiten in einem besonderen Umfeld

Bestattungsunternehmen benötigen in der Zusammenarbeit mit einem Krematorium ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Transparenz und Verbindlichkeit. Gleichzeitig suchen sie einen Partner, der konkrete Hilfe und nützliche Innovationen anbietet. Schließlich vertrauen Angehörige die verstorbene Person dem Bestatter und er wiederum dem Krematorium an.

Daher haben wir unsere Arbeit so ausgerichtet, dass eine professionelle und gleichzeitig pietätvolle Tätigkeit gewährleistet ist. Beispielsweise werden vom Empfang des Verstorbenen bis hin zum Einfüllen der Asche in die Urne alle Arbeitsschritte dokumentiert und durch eine zweite Person gegenkontrolliert. Auch ist jede Örtlichkeit, in der sich ein Sarg oder eine Urne befindet, videoüberwacht.
Unsere Prozesse gestalten wir sehr transparent und flexibel. Immer mehr Bestatter erwarten von uns, dass wir sie in der Abwicklung auch digital unterstützen. Dadurch werden Abläufe nicht nur schneller, einfacher und transparenter. Auch das papierlose Büro kann so Schritt für Schritt Einzug halten. Bestattungshäuser können bei uns mittlerweile den aktuellen Stand eines Sterbefalls online verfolgen. So wissen sie zum Beispiel, ob die vorgeschriebene Zweite Leichenschau oder die Einäscherung bereits erfolgt ist. Dies unterstützt wiederum ihre Kommunikation mit den Angehörigen. Moderne IT-Systeme helfen uns zudem dabei, Termine nachzuverfolgen, sodass die Urne zügig und rechtzeitig zur Trauerfeier bzw. Bestattung zur Verfügung stehen kann.
Großen Raum nimmt weiterhin der persönliche Kontakt mit Bestattungsunternehmen ein. Bei komplizierteren Anforderungen ist fast immer ein persönlicher Austausch notwendig. Dies ist beispielsweise der Fall bei der Überführung einer Urne in das Ausland oder aber auch bei Lösungen bezüglich der uneinheitlichen Regelungen des föderalen Bestattungsrechts.

Sarg vor der Einäscherungsanlage

In unserer Arbeit begegnen wir Familienmitgliedern, Angehörigen oder Freunden, die in einer meist schwierigen Lebenssituation zu uns kommen. Wir bieten ihnen unter anderem einen geschützten Rahmen, um im Krematorium Abschied zu nehmen. Dieses Angebot bauen wir stetig aus. Heute können Angehörige der Übergabe des Sarges in die Feuerbestattungsanlage beiwohnen, sie können in der Trauerhalle oder Waldkapelle Abschied nehmen oder die Urne kann für ein Jahr in unserem Raum der Stille verbleiben, bis der richtige Zeitpunkt für die Bestattung gekommen ist. Darüber hinaus kann das Bestattungshaus mit den Angehörigen einen genauen Zeitpunkt vereinbaren, zu dem die Einäscherung stattfindet. So können Angehörige, die nicht zur Abschiednahme bzw. Feuerbestattung kommen können, genau zu dieser Zeit innehalten und des Verstorbenen gedenken.

Auch außerhalb von akuten Trauerfällen möchten wir Hilfestellung geben, sich mit den Themen zu beschäftigen, die rund um Abschied und Bestattung entstehen. So geben wir Besuchern während des jährlich stattfindenden Tags der offenen Tür einen offenen Blick in unseren Betrieb. Jedoch bieten wir auch außerhalb dieses Tages Führungen durch das Krematorium an. Zudem ermöglicht ein umfangreicher Ratgeberbereich auf der Webseite unserer Tochtergesellschaft Deutsche Friedhofsgesellschaft, relevante Hilfeartikel abzurufen, die die Themen Vorsorge, Sterbefall, Bestattung und Trauer behandeln. Die integrierte Bestatter- und Friedhofssuche ergänzt das Angebot.

Rhein-Taunus-Krematorium mit Friedhöfen

Soziales Engagement hat eine lange Tradition im Bürgertum. Als Unternehmerfamilien, die das Rhein-Taunus-Krematorium führen, fühlen wir uns dieser Gepflogenheit verpflichtet. Tagtäglich erleben wir, wie Bestatter, Verwandte, Freunde und Bekannte sich um Angehörige kümmern, um sie auf dem Weg des Abschieds und der Trauer zu begleiten. Wir sehen ehrenamtliche Entertainer wie Herbert und Klaus („Rock am Stock“), die älteren Menschen den manchmal tristen Alltag etwas bunter machen oder Projekte, die Kindern helfen, mit dem Thema Sterben und Tod besser umzugehen. Wir freuen uns, dass wir solche und viele weitere Engagements dauerhaft unterstützen können.

Technische und ökologische Aspekte einer Feuerbestattung

Grundsätzliches

Letztendlich handelt es sich bei einer Einäscherung um einen physikalischen Prozess, der bekannten Gesetzmäßigkeiten folgt. Eine fachgerechte und gesetzeskonforme Feuerbestattung ist umweltschonend: Die Ergebnisse sind einerseits minimaler Einsatz von Ressourcen sowie herausgefilterte Schadstoffe, Wasserdampf und ggfs. medizinische Implantate und natürlich die Asche des Verstorbenen.

Eine Feuerbestattung benötigt wie jede Verbrennung
a) einen Energieträger
b) Sauerstoff und
c) Zündenergie.
Nur wenn das Verhältnis dieser drei Komponenten während der unterschiedlichen Phasen der Einäscherung richtig ist, erfolgt die Einäscherung umweltschonend.

Einäscherungsanlage EG

Kremationstechniker sprechen meist nicht von der „Verbrennung eines Verstorbenen“, sondern von Einäscherung oder Feuerbestattung. Die verstorbene Person, der Sarg, die Kleidung etc. sind während der Einäscherung letzten Endes der Energieträger. Aufgrund der hohen Temperaturen verdampft ein Energieträger und erst das dann entstehende Rauchgas verbrennt. Während einer Feuerbestattung brennt zuerst das Rauchgas des Holzes im Luftraum rund um den Sarg. Danach verdampft Wasser und Fette wandeln sich in Öl, welches später verdampft und auch verbrennt.

Die Regelung der Einäscherung erfolgt beim Rhein-Taunus-Krematorium mit digitaler Unterstützung. Alle Messwerte und Daten fließen in einem System zusammen und regeln individuell den Ablauf jeder Feuerbestattung.

Steuerstand

Bedeutung der Regelung einer Feuerbestattung

Eine sachgerechte Feuerbestattung kann keinem starren Muster oder gar festen Zeiten folgen, sondern ergibt sich aus verschiedensten Faktoren. Schließlich ist nicht nur jeder Körper sehr individuell. Selbst das Wetter und andere Faktoren haben einen Einfluss auf die Einäscherung. Der richtigen Messtechnik mit Messwerten für Sauerstoffgehalt, Temperatur etc. kommt daher eine sehr hohe Bedeutung zu. Wie gut gemessen und welche Schlüsse daraus gezogen werden, ist Kern der Arbeit eines fachlich gut arbeitenden Kremationstechnikers.

Nur wenn Aufbau und Bedienung der Anlage korrekt sind, kann der umweltverträgliche Betrieb gewährleistet werden. Daher orientieren wir uns beim Betrieb der Einäscherungsanlagen des Rhein-Taunus-Krematoriums an folgenden Kriterien:

  • Ausschließlicher Einbau von zugelassener Messtechnik und zugelassenen Anlagen
  • Einbau neuester Messtechnik
  • Kein Abschalten der Messtechnik
  • Permanente Dokumentation der Messwerte
  • Regelmäßige Wartung und Reinigung der Anlagen
  • Spezielle Einäscherungsanlagen für Adipöse
  • Einsatz mehrstufiger Filtersysteme
  • Keine Umgehung von Filteranlagen
  • Bestmögliche Nutzung der gespeicherten Wärmeenergie durch Minimierung der Phasen, in denen die Anlage nicht genutzt bzw. heruntergefahren wird
  • Ausschließlich individuelle Regelung der einzelnen Feuerbestattung, abgestimmt auf die jeweils stattfindende Einäscherung

Ablauf der Einäscherung

Während der unterschiedlichen Stufen regelt ein intelligentes computergesteuertes System den Ablauf der Einäscherung. Jede dieser Stufen ist Teil eines ausbalancierten und optimierten Prozesses, an dessen Ende die umweltverträgliche Feuerbestattung steht.

Das Rhein-Taunus-Krematorium verfügt über 8 Etagenöfen in vier Baugrößen. Durch das Wiegen des Verstorbenen wird bereits im Vorfeld geregelt, dass die Einäscherungsanlage individualisiert, umweltschonend und sicher betrieben werden können.

Haupteinäscherungskammer

Der Sarg mit dem Verstorbenen wird mittels einer Einfahrvorrichtung in die Haupteinäscherungskammer eingefahren. Hier beginnt die Einäscherung. Durch die im Brandraum vorhandene Temperatur entzündet sich der Sarg selbständig. Zuerst brennt lediglich der Sarg. Im Anschluss verdampfen Körperflüssigkeiten und Fett wird in Öl umgewandelt. Der Sarg beherbergt während dieser Zeit wegen seiner festeren Holzstruktur weiterhin den Verstorbenen. Somit wird deutlich, dass eine Einäscherung ohne Sarg oder mittels eines Pappsarges nicht funktionieren könnte. Somit macht der Holzsarg die umweltschonende Einäscherung erst möglich.

Die sich in dieser Phase ständig ändernden Rauchgasmengen werden durch die computergesteuerte Regelung sicher abgeführt. Nachdem das Gewebe weitestgehend eingeäschert wurde, gelangen die nicht brennbaren Teile durch ein Rost auf die darunterliegende Drehplatte und von dort aus in die Mineralisierungskammer.

Mineralisierungskammer

Auch in der zweiten Stufe, in der die Mineralisierung der Knochen stattfindet, regelt die Kremationssoftware den Einäscherungsprozess. Nach Abschluss dieser Phase bleiben die nicht verbrennbaren Bestandteile und der Kalk der Knochen zurück. Sie gelangen über eine weitere Drehplatte in die Abkühlung, wo sie später als Asche entnommen werden. Das in der Haupt- und Mineralisierungskammer entstandene Rauchgas wird in die Nachverbrennungskammer gelenkt.

Nachverbrennungskammer

In dieser Phase gelangt das Rauchgas in eine Kammer, bei der es bei sehr hohen Temperaturen, vorgeschrieben sind 850° C, nachverbannt wird. Diese Hitze zerstört Giftstoffe wie Dioxine und Furane. Das nachverbrannte Rauchgas wird in die nächste Stufe zur Kühlung weitergelenkt.

Filteranlagen

Oft wird angenommen, dass es bei einer auf ökologische Aspekte optimierten Feuerbestattung hauptsächlich auf die Filteranlage ankommen würde. Jedoch werden mögliche Schadstoffe am besten durch den korrekten Betrieb der Anlage vermieden bzw. vernichtet. Dies geschieht durch die optimale Steuerung des Sauerstoffgehalts, der benötigten Temperatur sowie der Zeit, die zur Umwandlung benötigt wird. Besonders wichtig sind hierbei auch eine ständige Wartung der Einäscherungsanlage sowie der zertifizierten Messtechnik.

Rauchgaskühlung
Der Rauchgaskühler ist Teil des Filterprozesses. Das aus der Nachverbrennungskammer kommende Rauchgas wird hier zügig abgekühlt. Je schneller diese Abkühlung erfolgt, umso weniger Schadstoffe können sich wieder aus dem Rauchgas entwickeln. Daher ist es das Ziel unserer Prozesse, das Zeitfenster zur Herunterkühlung auf etwa 120° C möglichst klein zu halten.

Zyklon
Nachdem das Rauchgas zügig heruntergekühlt wurde, gelangt es in den Zyklon. Dabei handelt es sich um einen Fliehkraftabscheider. Er versetzt das Rauchgas in eine Rotationsbewegung. Dadurch können die im Rauchgas vorhandenen festeren Stoffe, also größere Partikel, die noch glühen könnten, durch Zentrifugalkraft abgeschieden werden.

Gewebefilter
Im Anschluss durchläuft das Rauchgas einen Gewebefilter. Das aus einem Teflongewebe bestehende Filtersystem scheidet mechanisch weitere Ruße und Feinstäube aus dem Abgas heraus.

Chemischer Filter
Nach dem Gewebefilter gelangt das Rauchgas nun in den Festbettfilter. Er verfügt über verschiedene Filterlagen. Eine Mischung aus Kalk und Aktivkohle zieht Säuren aus dem Rauchgas und bindet sie. Weiterhin werden Schwermetalle und organische Verbindungen wie Dioxine und Furane festgehalten.

Filter sind also ein wichtiger Bestandteil einer ökologischen Einäscherung. Jedoch können sie nicht Fehler in der Regelung, Wartung oder Ausstattung der Anlage beseitigen. Filter können also nutzlos sein, wenn die Einäscherung beispielsweise unterhalb vorgeschriebener Temperaturen erfolgt oder sie sogar umgangen werden.

Entnahme der Asche

Zwischenzeitlich sind die restlichen noch festen Stoffe abgekühlt. Durch eine weitere Drehplatte gelangen sie zur Ascheentnahme.

Orthopädische Prothesen werden der Asche entnommen, weil sie nicht in die Urne passen. Sie werden der Metallgewinnung zugeführt. Die Einnahmen daraus spendet das Rhein-Taunus-Krematorium. Mitarbeiter entnehmen weitere Metallteile, zum Beispiel Nägel des Sarges. Das eventuell vorhandene Gold verbleibt in der Asche. In einem vorletzten Arbeitsschritt wird die Asche des Verstorbenen zerkleinert und in eine Urne gefüllt. Hier kommt auch der Schamottestein in die Urne. Dieser feuerfeste Stein ist mit einer individuellen Einäscherungsnummer versehen und begleitete den Verstorbenen während des gesamten Einäscherungsprozesses.

Als letzten Arbeitsschritt wird die Urne unter anderem mit dem Namen des Verstorbenen gekennzeichnet und so verschlossen, dass ein Öffnen sichtbar werden würde. Dann kann die Urne ihre letzte Reise antreten.

Krematorium und Ruhewald

Abschließende Bemerkung

Diese Grundsätze und Verfahren bestimmen unser Handeln. Wir werden sie nicht unter den Tisch fallen lassen, um wirtschaftliche Vorteile zu erhalten. Dies ginge dann immer zu Lasten der Umwelt.

Allerdings sieht man der Asche am Ende nicht an, ob die Einäscherung umweltverträglich oder umweltschädlich verlief. Nur die konsequente Überprüfung der Technik und der technischen Daten durch die dafür verpflichteten Aufsichtsbehörden kann aufdecken, ob und wie ökologisch und gesetzeskonform eingeäschert wurde.

Ökologische Verantwortung

Die ökologische Verantwortung reicht für uns über den fachgerechten Betrieb der Einäscherungsanlagen hinaus. So nutzen wir für die Bewässerung der umgebenden Friedhöfe über zwei Millionen Liter fassende Wassertanks, die mit Regenwasser gespeist werden. Wir unterstützen Aufforstungsprojekte mit Flächen von über 20.000 qm der Gemeinde, legen Blumenwiesen an, und mittlerweile ist – nach einem Insektenhotel – auch der erste Insektenturm aufgebaut.

Insektenturm
Der richtige Weg

Gütesiegel

Die Arbeit in einem Krematorium lässt viele inhaltliche und ethische Fragestellungen entstehen. Eine davon ist die Frage, was mit dem Zahngold der Verstorbenen geschehen soll. Bleibt es in der Urne oder wird es der Asche entnommen? Manche Krematorien entnehmen das Gold, um es unterschiedlichen Zwecken zuzuführen.

Bei einer Einäscherung im Rhein-Taunus Krematorium steht fest: Das Gold verbleibt in der Asche und somit in der versiegelten Urne, die später beigesetzt wird. Wir haben uns dafür klaren zertifizierten Regeln unterworfen. Daher sind wir mit dem RAL Gütezeichen für Feuerbestattungsanlagen ausgezeichnet. Davon zeugt auch die Selbstverpflichtung, die uns bereits im Jahr 2012 von der Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen bestätigt wurde.

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RAL Gütezeichen Feuerbestattungsanlagen